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Webseite selber machen oder machen lassen? Der ehrliche Vergleich

Kurz gesagt: Wer eine Idee nur testen will, fährt mit einem Baukasten gut. Wer von der Webseite lebt, ist mit einem Studio schneller, besser und über drei Jahre oft nicht teurer. Hier die Rechnung dazu – ohne Verkaufsgetöse.

«Kann ich das nicht einfach selbst mit Wix machen?» Ja, kannst du. Die Frage ist nicht, ob es geht, sondern was es dich wirklich kostet – in Geld, in Zeit und in Ergebnis. Ich baue seit Jahren Webseiten für KMU in Österreich und der Schweiz, und ich habe viele Baukasten-Seiten übernommen, die «nur schnell» entstanden sind. Deshalb hier ein Vergleich, der beide Seiten fair behandelt.

Ich vergleiche drei Wege: Baukasten (Wix, Squarespace, Jimdo & Co.), klassische Agentur und ein schlankes Studio mit Festpreis wie 99dev. Für jeden Weg: Zeit, Kosten über drei Jahre, Design-Spielraum, SEO, Abhängigkeit – und für wen er passt.

Die kurze Antwort

Was der Baukasten wirklich kostet

Das Abo ist der kleinste Posten: Je nach Tarif zahlst du 15 €–35 € pro Monat, damit die eigene Domain läuft und keine Fremdwerbung eingeblendet wird. Über drei Jahre sind das 540 €–1260 €. Dazu kommt die Domain (12 €–20 € pro Jahr) und meist ein Mail-Paket.

Der grosse Posten ist deine Zeit. Realistisch brauchen Einsteiger 30 bis 80 Stunden, bis eine Seite steht, die man zeigen mag: Vorlage suchen, Texte schreiben, Bilder suchen und zuschneiden, Mobilansicht flicken, Impressum und Datenschutz zusammensuchen, Google Business verbinden. Rechne deine Stunde mit dem, was du beim Kunden verrechnest – dann ist die «gratis» Seite plötzlich die teuerste.

Und der versteckte Posten: Was die Seite nicht bringt. Eine Baukasten-Seite mit Standardvorlage lädt langsamer, sieht aus wie tausend andere und hat bei Google typischerweise Nachteile (Ladezeit, Struktur, technische Grenzen). Das merkst du nicht auf der Rechnung, sondern am Telefon, das nicht klingelt.

Was die klassische Agentur kostet

Eine Agentur rechnet in Tagessätzen. Für eine kleine KMU-Webseite liegst du schnell bei 3000 €–8000 €, oft mit Workshops, Pflichtenheft und mehreren Wochen Laufzeit. Dafür bekommst du ein Team, Prozesse und jemanden, der auch grosse Projekte stemmt.

Das ist nicht überteuert, sondern ein anderes Produkt. Wer einen Konzernauftritt mit 80 Seiten, Mehrsprachigkeit und Corporate-Design-Prozess braucht, ist dort richtig. Für den Gipser, die Praxis, das Restaurant ist es meist zu viel Apparat für zu wenig Seite.

Was ein schlankes Studio kostet (so arbeite ich)

Bei 99dev kostet ein One-Pager 99 €, eine mehrseitige KMU-Seite 299 €, ein Webshop 599 € – als Festpreis, den du vor dem Start kennst. Texte und Bilder übernehme ich, Logo und Eckdaten lieferst du. In der Regel ist die Seite in fünf Werktagen online.

Optional dazu Hosting & Wartung ab 19 € pro Monat (Hosting, SSL, Sicherheit, Backups, kleine Änderungen, monatlicher Technik- und SEO-Check). Über drei Jahre: 99 €–299 € einmalig plus 684 € Hosting = 783 €–983 €. Das liegt im Bereich eines Baukasten-Abos – nur dass du keine 50 Stunden investierst und ein Ergebnis bekommst, das auf Anfragen gebaut ist.

Der Haken, ganz ehrlich: Du musst jemandem vertrauen und kurz briefen. Und wer jeden Tag selbst Texte ändern will, braucht entweder ein CMS (baue ich auf Wunsch) oder muss mir kurz schreiben.

Design, Tempo und Google – wo die Unterschiede wirklich liegen

Für wen welcher Weg passt

Die Zeitrechnung im Detail – so kommen 30 bis 80 Stunden zusammen

Was ich aus Baukasten-Umzügen gelernt habe

Ich übernehme regelmässig Seiten, die vor ein, zwei Jahren «schnell selbst» gebaut wurden. Das Muster ist fast immer gleich: Die Inhalte sind gut – die Inhaber kennen ihr Geschäft. Was fehlt, ist Struktur (alles auf einer Seite, nichts findet Google), Tempo (riesige Bilder, Plattform-Skripte) und Konsequenz (drei verschiedene Telefonnummern, veraltete Preise, kein Klick-to-Call). Der Umzug selbst ist darum meist schnell erledigt; teuer war die Zeit davor, in der die Seite keine Anfragen brachte.

Beispiele aus der Praxis

Ein Gipserbetrieb aus dem Glattal (glatt-gips.ch) hatte vorher nichts als einen Eintrag auf einem Portal. Heute: ein eigener Auftritt mit Leistungen, echten Baustellenfotos, Offerte-Formular und Einsatzgebiet – gebaut in einer Woche, ohne dass der Inhaber eine einzige Stunde am Baukasten sass.

Eine mobile Hundeschule in Münster (hundeschule-sprachlos.de) brauchte Vertrauen und Klarheit: Ansatz, Ablauf, Preise, Termin-Anfrage – plus den gesetzlichen Hinweis nach § 11 Tierschutzgesetz an der richtigen Stelle. Das sind Dinge, die in der Vorlage nicht vorkommen.

Häufige Fragen

Ist eine Wix- oder Squarespace-Seite schlecht für Google?

Nicht automatisch – aber die typische Baukasten-Seite ist langsam, hat eine Vorlagenstruktur und wenig Inhalt pro Thema. Wer sich intensiv einarbeitet, kann auch dort ordentlich ranken. Die meisten tun das nicht, und dann verliert die Seite gegen sauber gebaute Konkurrenz.

Kann ich meine Baukasten-Seite später umziehen lassen?

Ja, das mache ich regelmässig: Inhalte übernehmen, neu aufbauen, Domain umhängen. Die alten Texte und Bilder sind selten das Problem, die Struktur und das Tempo schon.

Was ist günstiger über drei Jahre: Baukasten oder machen lassen?

Rein in Franken und Euro liegen beide im Bereich von rund 800 €–1300 €. Der Unterschied ist deine Zeit (30–80 Stunden beim Selbermachen) und das Ergebnis. Wer die eigene Stunde ehrlich einrechnet, kommt beim Machen lassen meist günstiger weg.

Gehört mir die Webseite, wenn ich sie machen lasse?

Bei mir ja, vollständig. Du bekommst den Code und alle Zugänge. Hosting ist freiwillig – du kannst die Seite auch selbst hosten oder mitnehmen.

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